Ausnahmefall - Unternehmenskommunikation in Sondersituationen. Von Katja Nagel© 2010

Oberste Regel: klare Kommunikation

Buchempfehlung Von Katja Nagel© Linde Verlag erschienen 2010

Gerade in Zeiten des Wandels müssen Sie als Unternehmenslenker stets klar und deutlich kommunizieren. Ein Wechsel an der Unternehmensspitze, eine Neuausrichtung oder eine Restrukturierung – all das sind Situationen, mit denen Unternehmen jeder Größe heute öfter konfrontiert sind als noch vor einigen Jahrzehnten. Wenn Sie es verstehen, in solchen Situationen angemessen nach innen und außen zu kommunizieren, steuern Sie souverän durch solche Umbruchphasen.

Dabei lässt sich die Unternehmenskommunikation gezielt als Führungsinstrument einsetzen. Sie können damit gerade in Phasen der Veränderung Sicherheit vermitteln und eine Leitlinie vorgeben.

Die Unternehmenskommunikation leitet sich von der Strategie und den Zielen des Unternehmens ab und wirkt als Verstärker auf diese zurück. Für die Mitarbeiter ist es in Zeiten der Krise oder der Neuausrichtung existenziell wichtig, dass sie informiert werden – und zwar noch vor den Medien und unbedingt durch die Vorgesetzten bzw. das Management selbst. Wenn Sie erst die Medien und dann die Mitarbeiter informieren, verspielen Sie alle Chancen auf Rückhalt bei der eigenen Belegschaft, schüren Misstrauen und öffnen Gerüchten Tür und Tor. Wie Unternehmenskommunikation in typischen Umbruchphasen gelingen kann, lässt sich am besten an typischen Beispielen zeigen.

Faustregeln für die Kommunikation in Umbruchphasen

In vielen Umbruchphasen entscheidet letztlich die Güte der Unternehmenskommunikation darüber, ob sie erfolgreich gemeistert werden können oder am Ende sogar die Reputation Schaden nimmt. Hier ein paar Faustregeln für alle Arten der Krisenkommunikation:

  1. Kommunizieren Sie von Beginn an offen und transparent.

  2. Ihre Mitarbeiter haben ein Recht auf Information.

  3. Durch authentische Kommunikation machen Sie Betroffene zu Beteiligten.

  4. Auch wenn es einmal keine Neuigkeiten gibt, ist gerade dies eine interne Meldung wert. So nehmen Sie den Mitarbeitern die Angst davor, Neuigkeiten als Letzte zu erfahren.

  5. Kommunikation in Umbruchphasen muss genau geplant werden.

  6. Jede Zielgruppe hat ihre eigenen Befürchtungen und Zweifel. Banker brauchen z. B. andere Informationen als Lieferanten. Bedienen Sie sie mit entsprechend zugeschnittenen Informationen

„Sondersituationen können – und müssen gelegentlich sogar – vom Management gewollt herbeigeführt werden, um einen notwendigen Wandlungsprozess durchzusetzen.“

„In manchen Unternehmen nehmen die Sondersituationen derart überhand, dass sie als Dauerzustand erscheinen.“

„Wirkungsvolle Vertrauensbildung basiert auf einer ausgeprägten Unternehmenskommunikation.“

„Kommunikation nach innen schafft ein krisenbelastbares und zukunftsorientiertes Verhältnis zwischen Führungskräften und Mitarbeitern.“

„Kommunikation nach außen ermöglicht die Vermeidung von weiterem Wertverlust durch Vertrauensschwund und Kundenabwanderung.“

„Im besten Fall schärft die Sondersituation die Fähigkeit der gesamten Organisation, mit Veränderungen und Sondersituationen umzugehen.“

„Eine Sondersituation muss häufig relativ schnell in einen Modus der Exekution und der ersten Erfolge münden, um den Siegeswillen der Organisation zu stärken.“

„Offene und intensive Kommunikation kann in einer akuten Krise eine Chance sein.“

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